6/27/2017

Neustart

Das Leben ist manchmal schon komisch. Da hat man sich jahrelang in ein Leben eingekuschelt, sich gewöhnt und wahnsinnig sicher gefühlt - und auch ein bisschen stolz, dass man das alles so gut hinbekommen hat, wo doch andere in meinem Alter noch verzweifelt suchen.
Doch dann war da das Leben, dass wie der lästige Telefon-Verkaufsdienst immer wieder anrief und irgendwann - ir.gend.wann -  nachdem man sich alle Harre gerauft und à la "Ich ignorier das jetzt einfach mal" zum zehnten Mal auf die Lippe gebissen hat, hat man den Hörer dann doch abgenommen. Und das, was man da zu hören bekam, war, gelinde gesagt, nicht das, was man eigentlich gerne gehört hätte. "Wusste ichs doch", dachte man sich da. Doch im Nachhinein auch: "Gut so. Ewig hätte ich das Klingeln nicht mehr ausgehalten." Und irgendwie fühlt es sich gut an. Sich dem Ganzen dann doch noch gestellt zu haben. Für beide wohl. Denn nach einiger Zeit, nachdem man den Hörer schon längst wieder aufgelegt hatte, rief da plötzlich Leben Nummer 2 an. Ganz positiv beschwatzte es einen am Telefon und schnell dachte man sich: "Hey, gut dass da nicht die Mailbox drangegangen ist. Sonst hätte ich echt was verpasst." Und Leben Nummer zwei macht seinen Job wirklich gut bisher - macht mich glücklich, bringt mich zum Lachen, hält mich auf Trab. Und irgendwie hat Leben 2 dabei immer den Effekt, die Zeit sowohl langsamer als auch schneller verlaufen zu lassen - simultan so scheint es. Steven Hawking lässt grüßen. Aber hey, wenn das Herz schneller pocht als ein Technobeat von Blümchen, ist es mit der Logik eh dahin. Und wieso auch nicht? Schließlich fühlt sich dieser wahnwitzige Schwebezustand zwischen hier und gleich einfach himmlisch an. Und da sag mal einer, es gäbe keine Magie auf dieser Welt.

3/13/2016

Pyrit-Ring

Auf der Suche nach einem stylischen Accessoire für die neue Woche?
Auf Märkten wie dem allwöchentlichen Stuttgarter Flohmarkt auf dem Karlsplatz begegnet man immer wieder diesen Ständen, an denen halbesoterisch angehauchte Steinkugel-Ketten an den Mann und dessen ökologisch korrekte und gendersensibilisierte Frau gebracht werden sollen - eher nicht so mein Ding und schon gar nicht mein Verständnis von schönem Schmuck. Doch schaut man einmal 20 Zentimeter nach links, warten dort in kleinen Kästchen die schönsten, herrlich unverarbeiteten Steine wie der kleine Pyrit, der zum platinschimmernden Kronjuwel dieses In-1-Minute-DIY-Rings wurde. Besonders gut eignen sich hier Stücke mit einer Art "Boden", einer etwas glatteren Unterkante, an der sich der Ringrohling gut mit dem Stein verkleben lässt. Dies tut man am besten mit einem speziellen Kleber, der für die Materialien Stein und Metall geeignet und für größere Belastungen (Baumarkt, Bastelladen) ausgelegt ist. Dann einfach der Anleitung auf der Tube folgen, beide Teile vereinen, etwa einen Tag trocknen lassen - und fertig! Viel Spaß beim bestaunt werden!